Influencerin weg. Zugangsdaten weg. Nerven weg.

Apr. 28, 2026 | 0 Kommentare

Influencerin weg. Zugangsdaten weg. Nerven weg.

Ein Kunde steht gerade vor einem Problem, das leider gar nicht so selten ist: Facebook- und Instagram-Konten wurden vor einiger Zeit von einer externen Person erstellt. Heute ist diese Person nicht mehr greifbar. Die Zugangsdaten? Ebenfalls nicht.

Jetzt beginnt die digitale Schnitzeljagd: Wer hat welches Konto erstellt? Mit welcher E-Mail-Adresse? Wer ist Admin? Wer besitzt den Business Manager? Und warum fühlt sich das plötzlich an wie ein Escape Room ohne Ausgang?

Die Lektion daraus ist simpel, aber wichtig:

Deine Social-Media-Kanäle, Domains, Websites, Werbekonten und Zugangsdaten gehören dir. Nicht einer Influencerin. Nicht einer Agentur. Nicht dem Cousin, der «etwas mit Medien macht».

Externe Partner sollen unterstützen, gestalten, posten, beraten und umsetzen. Aber der Besitz und die Hauptverwaltung solcher Konten sollten immer beim Unternehmen bleiben.

Ja, das klingt weniger hip als Reels, Hashtags und «Content mit Wow-Effekt». Aber genau diese eher unspektakulären Themen entscheiden im Ernstfall darüber, ob ein Unternehmen handlungsfähig bleibt.

Manchmal ist es deshalb gar nicht so schlecht, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der nicht nur schöne Ideen hat, sondern auch an die langweiligen Dinge denkt: Zugriffsrechte, Eigentümerschaft, Backups, Rollen, Passwörter und saubere Strukturen.

Denn «cooler Content» ist super.

Aber Zugriff auf den eigenen Account ist irgendwie auch ganz praktisch.